von Jan - Aachener-Nachrichten 21.02.2015

HÜRTGENWALD. Die Suche nach den Toten läuft. „Sie haben gesagt, dass sie in ein oder zwei Jahren wiederkommen wollen“, sagt Ludwig Fischer, der ehemalige Bürgermeister der Stadt Nideggen und Ortsvorsteher von Schmidt. Sie, das ist die Einheit JPAC der US-Truppen, die nach gefallenen amerikanischen Soldaten sucht.

Erinnerung an den Totengräber: Der erste Gedenkstein auf dem Soldatenfriedhof Vossenack ist Julius Erasmus gewidmet. Foto: Guido Jansen

Auch 70 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs läuft die Suche im ehemaligen Kampfgebiet Hürtgenwald noch. Im Herbst erst war JPAC wieder in Schmidt. Daher stammt die Aussage, dass die Einheit zurückkehrt. Der bisher letzte Tote wurde in Schmidt am 5. April 2010 gefunden, bei Kabelarbeiten. Die Überreste des Unterleibs lagen zwischen zwei Leitungen, der Oberkörper ist früher vermutlich versehentlich weggebaggert worden. Der Tote war Amerikaner und geht als Unbekannter in die Liste der Gefallenen ein.

Eine gefährliche Aufgabe

Die Geschichte von der Bergung der Toten ist nicht zu Ende. Angefangen hat sie unmittelbar nach dem Krieg mit dem Aachener Julius Erasmus, dem Mann, der als Totengräber von Vossenack bekannt geworden ist. Erasmus hatte als deutscher Offizier gekämpft, seine Familie war bei den Kämpfen in Aachen gestorben, er siedelte nach Kriegsende in den Hürtgenwald über, lebte in einem kleinen Häuschen in unmittelbarer Nähe des heutigen Soldatenfriedhofs in Vossenack. „Ich habe es nicht ertragen, sie da einfach liegen zu sehen, nicht bestattet und vergessen“, soll Erasmus später gesagt haben, warum er begonnen hat, Tote zu bergen und sie zu bestatten.

Erst alleine, dann schnell mit Unterstützung der Bevölkerung begann er, die Gefallenen zu beerdigen. Zunächst am Waldrand, dann auf dem Vossenacker Friedhof, schließlich auf dem 1952 eingerichteten Soldatenfriedhof. Fast 1600 Toten hat Erasmus zu einer letzten Ruhestätte verholfen.

Die Arbeit war gefährlich, viele Helfer sind dabei gestorben, vor allem bis 1947, bis zum großen Feuer im Hürtgenwald, das dafür sorgte, dass ein Großteil der Munition und Minen, die noch im Wald lagen, explodierte. Danach sind die vielen Bilder entstanden, die den völlig zerstörten Wald zeigen.

Alleine auf den Soldatenfriedhöfen in Hürtgen und Vossenack liegen mehr als 5000 Tote.

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