Dürener Zeitung, 10. 10. 2016

2016 10 10 DZ

DAS THEMA: DER 33. INTERNATIONALE HÜRTGENWALDMARSCH Hürtgenwald. „Wir wollen die Geschichte, unsere Vergangenheit aufarbeiten. Deswegen bin ich heute hier." Dr. Christoph Kasulke aus Düsseldorf ist einer von knapp 600 Reservisten, aktive Soldaten, aber auch Zivilisten, die am Wochenende am 33. Internationalen Hürtgenwaldmarsch (IHM) teilgenommen haben. Soldaten und Zivilisten Die Hürtgenwalder Reservistenveranstaltung zählt zu den sieben größten ihrer Art in Nordrhein-Westfalen. Das Landeskommando NRW der Bundeswehr und die Reservistenkameradschaft Hürtgenwald haben den Marsch organisiert. Am Wochenende waren Deutsche, Belgier, Niederländer, Franzosen, Luxemburger, Norweger und Amerikaner dabei. Die aktiven US-Soldaten kamen aus der amerikanischen Garnison in Wiesbaden. Alle Wegstrecken führten durch die im Zweiten Weltkrieg umkämpfte Region, in der sich Amerikaner und Deutsche Ende 1944 / Anfang 1945 einen blutigen Stellungskampf lieferten. „Die Feinde von einst", sagte Claus Höppner (64), stellvertretender Vorsitzender der Reservistenkameradschaft Hürtgenwald, „marschieren heute zusammen. Und deswegen passt auch das Motto unserer Veranstaltung so gut: „Versöhnung über Gräber hinweg'. Genau das tun wir heute." Früher, ergänzt Höppner, seien immer wieder US-Amerikaner in den Hürtgenwald gekommen, um die Orte zu besuchen, an denen sie selbst im Zweiten Weltkrieg gekämpft haben. Höppner: „So ist vor 34 Jahren bei uns die Idee entstanden, den Hürtgenwaldmarsch durchzuführen." Für Dr. Christoph Kasulke geht es beim IHM auch um Kameradschaft. „Man trifft viele Menschen, natürlich wird sich unterwegs auch angeregt unterhalten." Gleichwohl würde man auf der Strecke immer wieder historische Punkte passieren. „Und dann ist es schon so, dass wir innehalten und derer gedenken, die an den furchtbaren Schlachten im Hürtgenwald teilgenommen haben. So etwas darf sich nicht wiederholen." Beim IHM waren am Samstag durchweg alle Altersstrukturen vertreten. Höppner: „Kinder sind mit ihren Eltern unterwegs, die ältesten Teilnehmer sind über 70 Jahre alt." Natürlich, ergänzt Claus Höppner, sei die Schlacht im Hürtgenwald schon über 70 Jahre her. „Wir dürfen trotzdem niemals aufhören, daran zu erinnern. Der Krieg hat gerade auch unsere Region unglaublich stark geprägt. Bei der Allerseelenschlacht sind fast 60 000 Soldaten im Hürtgenwald gestorben. Das dürfen wir nicht vergessen. Wir erweisen heute allen gefallenen und verwundeten Soldaten die Ehre." (kin)

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